BÄRlieben

Die Maus ohne Namen

Zwei dicke Freunde gehen jeden Monat auf Entdeckungsreise durch ihre Heimat.

Bärtl Bär ist in der Bärenstadt Grafenau zu Hause, Scher Maxi in der Stadt Hauzenberg.

Beide verbindet ihre Abenteuerlust und vor allem die Liebe zu ihrer Heimat.

Die Geschichten werden monatlich im Grafenauer Stadtmagazin iJA veröffentlicht.

Hier findest du jeweils die aktuelle Abenteuergeschichte der Beiden.

 

 

 

Maxi und Bärtl lieben die sonnigen Tage auf der Blumenwiese vor dem Wald. „Was ist das doch für ein herrlich ruhiges Plätzchen, so still, nur das Summen und Brummen der Bienen, sonst überhaupt null-komma-null, nichts!“ schwärmt Maxi. „Jaaah“ murmelt der Bär, um die Ruhe auf der Blumenwiese nicht zu gefährden, ganz leise. „Und für den leckeren Honig nehme ich das bisschen Gesumme mit Freude gerne in Kauf“ flüstert Bärtl und schleckt sich dabei genüßlich über die Bärenschnauze.

Was für ein traumhaft schöner Tag, der sicher bis zur Abenddämmerung so weiter gegangen wäre ,hätte da nicht plötzlich und unüberhörbar vom Waldrand herüber ein

Flie, fla, flutsch
Mein Name, der ist futsch!
Ich schaukle hin,
Ich schaukle her,
Ich schaukle hoch
Und noch viel höher.
Doch alles schaukeln
Hilft nicht weiter:
Flie, fla, flutsch
Mein Name, der ist futsch

die Stille und Ruhe des Tages jäh beendet.

Was ist das denn? Neugierig folgen Maxi und Bärtl der Richtung der Stimme – über die Wiese bis hin zum Waldrand. Und dann sehen sie es: An einem dicken Baumast ist eine Schaukel befestigt und auf der wiederum sitzt und schaukelt ein Mädchen mit langen, gelben Zöpfen … „flie, fla, flutsch, mein Name, der ist futsch!“ „Hallo“ rufen die beiden und winken dem Mädchen zu. „Hallo“ ruft das Mädchen zurück, springt von der Schaukel und läuft zu unseren beiden Freunden.

Es ist ein Maus-Mädchen. Maxi und Bärtl hatten noch nie ein so flinkes und unbekümmertes Maus-Mädchen gesehen – Maxi auch noch nie ein hübscheres. „Ich bin Bärtl Bär“ ergreift Bärtl die Initiative und stellt sich dem kleinen Wesen vor. „Und wer bist du?“ „Ich bin Maus… ach, ich weiß nicht mehr, wie ich mit Vornamen heiße, ich bin von der Schaukel gefallen und habe leider meinen Namen vergessen. Ich grüble schon die ganze Zeit darüber nach, aber es will mir nicht mehr einfallen. Sag' einfach Mäuslein zu mir, du Großer! Darf ich dich Bärtl nennen und sind wir Freunde?“ „Ja gerne“, antwortet Bärtl ein wenig überrascht, aber froh und stolz, so schnell eine neue Freundin gefunden zu haben.

„Und wer bist Du?“ fragt das Mäuslein dann Maxi.„Ich … ähm … ich…“ stottert Maxi verlegen und beinahe hätte auch er beim Anblick des hübschen Mäusemädchens seinen Namen vergessen. „Ich …ich bin Maxi, Maxi Scher“ antwortet er nach einer gefühlten Ewigkeit. „Hallo Maxi, ich bin Mäuslein ohne Vornamen und es wäre schön, wenn auch wir echte Freunde sein könnten“. Dann umarmt die Maus unseren kleinen Maulwurf, der außer einem „Ja“, keinen einzigen Piepston mehr herausbringt.

Maxi Scher, Bärtl Bär und Mäuslein ohne Namen haben sich die nächsten Tage immer wieder getroffen und viele gemeinsame Abenteuer und Entdeckungen erlebt. Maxi hat seine Schüchternheit längst überwunden und grübelt schon seit Tagen an einem Vornamen für das Maus-Mädchen.„Jeder von uns hat einen Vornamen und ich finde, unsere neue Freundin sollte auch einen passenden Namen haben!“ Darin sind sich alle drei Freunde einig. Aber so recht haben die Namen, die sich Maxi ausgedacht hat, weder Bärtl und schon gar nicht Mäuslein gefallen. Könnt ihr da vielleicht unseren Freunden ein wenig helfen und einen passenden Vornamen für unser kleines Maus-Mädchen vorschlagen?

 

Schickt eure Namensvorschläge für unser Maus-Mädchen per e-Mail an ija@grafenau.de

 

 

Illustration: Albert Lehner
Erzählt: Manfred Sommer