BÄRlieben

Der Monsterkürbis

Die Abenteuer und Entdeckungen von Maxi Scher, Bärtl Bär & Moni Maus
Nach einer Idee von Albert Lehner und Manfred Sommer

Drei dicke Freunde gehen jeden Monat auf Entdeckungsreise durch ihre Heimat.

Bärtl Bär ist in der Bärenstadt Grafenau zu Hause, Scher Maxi in der Stadt Hauzenberg und Moni ist ihrer beiden Freundin.

Sie verbindet ihre Abenteuerlust und vor allem die Liebe zu ihrer Heimat.

 

 

Schon früh an diesem Oktobermorgen war Maxi über die Waldwiese zur Bärenhöhle gelaufen und klopfte und hämmerte aufgeregt an Bärtl's Tür, aus der nur ein sehr lautes Schnarchen zu hören war. "Hallo Bärtl, aufstehen! Heute ist so ein wunderschöner Tag, da müssen wir doch was unternehmen“. Das Schnarchen verstummt und weicht einem brummigen „Müssen tun wir überhaupt nichts!“. „Nun stell' dich nicht so an, mach endlich die Tür auf und lass mich rein“. Langsame, schwere Schritte nähern sich und mit einem leisen Knarren öffnet sich der Höhleneingang.
„Bitte  sehr", murmelt ein verschlafener Bär und macht, ohne Maxi auch nur eines Blickes zu würdigen, eine Kehrtwende, zurück Richtung Bett.„Haaaltl!“ schreit Maxi so laut, dass Bärtl erschrocken stehen bleibt und sich zu Maxi umdreht: „Was gibt's?“ „Schönes Wetter gibt's! Die Sonne scheint, es ist Herbst, die beste Zeit um etwas zu unternehmen“, antwortet der kleine Maulwurf.
Es hat dann noch eine Weile und ein ausgiebiges Bärenfrühstück gedauert, bis Bärtl richtig wach wurde. „So, jetzt können wir von mir aus gernewas machen“, antwortet der Bär und wischt sich mit der Pfote genüsslich die letzten Reste des Honigbrötchens aus der Schnauze. „Wenn ich dir o zuschaue, sollten wir uns vielleicht schon Ge-danken für ein Mittagsessen machen“, lacht Maxi. "Jetzt im Oktober sind Früchte, Obst und Gemü-se reif und können geerntet werden. Ich kenne ein großes Kürbisfeld und wir könnten uns dort einen kleinen Kürbis besorgen, den ich wieder zu meinen phänomenalen, bekannten, beliebten und sehr geschätzten One-Pott-Spaghetti verkoche“, beginnt Maxi zu schwärmen. „Oh ja, Kürbis-Spaghetti! Laß' uns gleich den Kürbis holen … es muss ja nicht unbedingt ein kleiner sein“ antwortet Bärtl und streichelt sich dabei den Bauch, aus dem ein leises Grummeln diese Entscheidung offensichtlich begrüßt. „Wir sagen noch schnell Moni Bescheid,vielleicht will sie ja mitkommen“.
Natürlich will Moni mitkommen und so machen sich die drei Freunde auf den Weg zum Kürbisfeld. Vorbei an mit roten Äpfeln überfüllten Bäumenund entlang abgeernteter Getreidefelder, erreichen sie das große Kürbisfeld: Soweit das Auge reicht, von links nach rechts und bis hin zum Horizont ein weites, flaches Feld, übersät mit hunderten, vielleicht tausenden, orangefarbigen Kürbispunkten ...„Wauu!“ Aber was ist das? Mitten drinnen überragt ein riesiger, oranger Punkt wie eine untergehende Sonne das gesamte Kürbisfeld. „Das muss ich mir anschauen!“ ruft Maxi und rennt los.
Bärtl und Moni überlegen kurz und eilen mit einem „wir kommen mit!“ Maxi hinterher.

„Mein Gott, ist der groß, das ist ja ein richtiger Monster-Kürbis!“ Maxi hatte zwar schon mal gehört, dass es angeblich riesige Kürbisse geben soll, die über eine Tonne wiegen können, aber noch nie einen gesehen. Jetzt steht er fassungslos vor so einem Koloss. Auch Moni Maus und Bärtl Bär hat es, ob dieser gigantischen Größe, die Sprache ver-schlagen. Bärtl findet als erster wieder Worte. Hinter dem Kürbis hat er wohl Maß genommen und ist zu dem, nicht ganz überraschenden, Ergebnis „der hat niemals Platz in meinem Bauch“ gekommen. „Es geht ja nicht nur um den Kürbis, da brauche ich ja auch noch tonnenweise Spaghetti, das ist unmöglich“, ruft Maxi entsetzt. Da beginnt Moni Maus, die bisher nur verwundert den Riesen bestaunt hat, zu lächeln. „Warum ihr auch immer nur ans Essen denkt? Ich hätte da eine ganz andere Idee und dafür wäre dieser Monster-Kürbis wunderbar geeignet. Wir könnten doch ….“


Halt, halt, das wird jetzt nicht verraten. Was hat Moni wohl mit dem Riesenkürbis vor? Das erfahrt ihr in unserem Oktoberausgabe der iJA...