BÄRlieben

"Bärtl und Maxi als Gärtnermeister"

Zwei dicke Freunde gehen jeden Monat auf Entdeckungsreise durch ihre Heimat.

Bärtl Bär ist in der Bärenstadt Grafenau zu Hause, Scher Maxi in der Stadt Hauzenberg.

Beide verbindet ihre Abenteuerlust und vor allem die Liebe zu ihrer Heimat.

Die Geschichten werden monatlich im Grafenauer Stadtmagazin iJA veröffentlicht.

Hier findest du jeweils die aktuelle Abenteuergeschichte der Beiden.

 

 

 

Bei Bärtl Bär und Maxi Scher ist heute Gartentag. Vormittags haben die beiden Freunde in den Beeten im Garten vor Bärtl`s Höhle fleißig Karotten, Radieschen, Salat, Gurken und Tomaten gepflanzt und auch ein paar Gartenkräuter haben sie in kleine Töpfchen eingebaut. „So haben wir immer etwas Gesundes, das auch noch schmeckt“, freut sich Maxi. Eigentlich ist der kleine Maulwurf ja leidenschaftlicher Fleischfresser, aber seit er und Bärtl selber im Garten aktiv sind, mag er Gemüse mindestens genau so gerne wie seine Leibspeise,Würmer im Speckmantel.

Bärtl schwärmt besonders für Beeren, weshalb er auf ein großes Erdbeerfeld bestanden hat und auch Himbeer- und Johannisbeersträucher wachsen bei ihm rund um die Höhle. „Ich bin mal gespannt, ob der Bärlauch und der Spinat, die ich im Herbst noch gesät habe, auch bald wachsen“, reibt sich Bärtl die Nase. Er hat gelesen,dass es manchmal zwei Jahre oder länger dauert, bis die erste Ernte eingefahren werden kann. „Jetzt müssen wir auf jeden Fall noch die Blumenwiese gießen“, ruft er Maxi zu und füllt die große und die kleine Gießkanne voll Wasser.

Am Rand des Grundstücks hat Bärtl eine Wiese eingezäunt, direkt bei seinem Lieblingsbaum,in dem ab Frühjahr immer die Stare nisten. „Die Insekten brauchen schließlich auch was Leckeres“, erklärt er Maxi und drückt ihm den kleinen Spritzkrug in die Pfoten.

Schon von Weitem zieht den beiden ein stark süßlicher Duft entgegen. „Das riecht ja krass fruchtig, was ist das?“, will der kleine Scher wissen. „Das sind die Maiglöckchen“, weiß Bärtl und zeigt auf die weißen Blüten. „Ach, die sind ja schön, da könnten wir ja vorne an der Höhle auch welche pflanzen, was meinst du?“ Der große Bär schaut seinen kleinen Freund ganz entsetzt an. „Was meinst du, warum ich die Blumenwiese extra eingezäunt habe?  Weißt du denn nicht, wie giftig Maiglöckchen sind?“,fragt er Maxi scharf.

„Äh, nein, giftig….. Das wusste ich wirklich nicht….  Was kann denn an diesen wunderschönen Blumen giftig sein?“, bringt Maxi verlegen hervor. „Mein Freund, Billy Biber, wäre einmal beinahe gestorben, weil der die Maiglöckchen mit dem leckeren Bärlauch verwechselt hat, den wir so gerne essen. Wenn unserer wächst, musst du dir die Blätter anschauen – sie sehen denen der Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich“,erklärt Bärtl nun fachmännisch und fährt mit seiner Geschichte fort: „Kaum hatte er die Blätter gegessen, wurde ihm furchtbar schlecht und er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Zum Glück hatte Dr. Dachs die richtige Medizin und konnte ihn retten, aber seitdem weiß ich, dass man sich vor den Maiglöckchen in Acht nehmen muss, schon die Berührung kann schlimme Reizungen hervorrufen.“

Maxi Scher ist vor Schreck fast die Brille von der Nase gerutscht. „Oh weh, oh weh, das ist ja nochmal gut gegangen, das ist ja fast wie mit Champignons, die dem giftigen Knollenblätter-pilz so ähnlich schauen“, fällt ihm ein und Bärtl nickt. „Genau! Bevor man etwas in den Mund steckt, muss man gut aufpassen!“

 

Illustration: Albert Lehner
Erzählt: Karin Friedl